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Thema: Trommelfilter -> Do it yourself

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    Standard Trommelfilter -> Do it yourself

    Genehmigung für das Einstellen dieses Beitrags liegt mir vor.
    Man beachte bitte die Erläuterungen hinsichtlich der Änderung, am Trommelfilter am Ende des Beitrags !!


    Trommelfilter - Do It Yourself









    Außenabmessungen / Material
    • Länge (ohne Motorenverkleidung): 680 mm
    • Breite des Ständers: 600 mm
    • Höhe des Ständers (Ohne Düsenaufsatz): 600 mm
    • Ø der Trommel: 500 mm
    • Ständer und Trommel: PVC-Platten (Behälterbau), 10 mm dick
    • andere PVC-Teile: Platten von 2 - 6 mm Dicke
    • Achsen: Messing, Ø 10 mm
    • Düsen: Messing
    • Stützrollen: Polyamid, Ø 50 mm
    • Zahnriemenräder: Polyamid
    • Kleber: Tangit, Adheseal
    • Schrauben: Linsenflachkopschrauben mit Innensechskant, M4, V2A
    • Klettband: 20 mm breit
    • Zulaufflansche: ABS
    • Siebgewebe: Edelstahl, auf dem "Feinstschmutz-Foto" noch 130 µ - jetzt 40µ







    Aufhängung Einlaufseite 1
    • Die seitliche "Kreisringscheibe" liegt auf zwei Stützrollen auf, die einen Einstich von 11 x 2 mm erhielten, um der Scheibe bessere Spurtreue zu geben und das Einstellen der Dichtungsvorspannung überhaupt erst ermöglichten.
    • Auf der Rückseite der Scheibe wurde eine Lippendichtung verklebt, um Schmutzwasseraustritt zu verhindern.
    • Der schräg durch das Bild laufende, weiße Kamm wurde als "Grobschmutzmitnehmer" installiert, da ich immer das Problem hatte, dass große Schmutzpartikel (Kotwürste, Blätter) nicht sicher mit nach oben transportiert wurden - jetzt klappt es aber ;-)







    Aufhängung Einlaufseite 2
    • Die unteren Stützrollen (ohne Einstich) verhindern das Ausheben der Trommel aus den oberen Führungsrollen.







    Einläufe
    • vorn: Ø 110 mm (vom Bodenablauf)
    • dahinter: Ø 63 mm (vom Skimmer)
    • Der sichtbare schräge PVC-Streifen ist am Schmutzablauf befestigt, um das Aufschwimmen dessen zu verhindern.







    Düsenleiste
    • 15 Flachstrahldüsen Ø 2 mm in PVC-Rohr DN 16







    Abdeckung Zahnriemenantrieb /Hauptantrieb / Froschabweiser
    • Diese Abdeckung mußte nachträglich installiert werden, da es tatsächlich ein Frosch geschafft hatte, in diesen Spalt zu schlüpfen, zwischen Zahriemen und Zahnriemenrad zu geraten und mir das ganze System angehalten hat :-(.
    • Im Zentrum der Scheibe befindet sich der Hauptantrieb. Über die Messingachse wir die Kraft auf die Trommel übertragen.
    • Hinter der seitlichen Trommelscheibe sitzt ein Zahnriemenrad, welches über einen Zahnriemen mit dem auf der Welle des Antriebsmotors sitzenden Zahnriemenrad verbunden ist
    • Das aufgesetzte PVC-Quadrat dient der Vergrößerung des Wellensitzes und ist gleichteitig Sitz des Scheibenmitnehmers (VA-Schraube M4 quer durch Klotz und Welle/ Achse geschraubt).







    Ablaufrinne
    • Ø des Ablaufes: 50 mm
    • Die Oberkante der Ablaufrinne ist gleichzeitig die Überlaufkante / max. Wasserstand im Filter bzw. Teich (Regenüberlauf).
    • Somit steht der Filter fast kpl. unter Wasser, was den Einbau unter unserer Terasse ermöglichte (Forderung meiner besseren Hälfte ;-)).
    • Der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Unterkannte Terassenabdeckung beträgt keine 20 cm! - was allerdings einiges Kopfzerbrechen bei der Abdichtung des Motors bereitete, da dieser ebenfalls im Wasser liegt. Die Wellendurchführung wurde deshalb mit jeweils einem eingelassenem O-Ring innen und außen abgedichtet. Eine Prüfung nach IP68 möchte ich nicht durchführen lassen, aber das System ist dicht!







    Justierplatten für Vorspannung der Dichtung
    • Auf die Achsen der oberen Stützrollen wurde ein Feingewinde M10x1 geschnitten, um die Position der Rollen in Längsrichtung verändern zu können.
    • Durch Drehung der aufgestzten kleineren Platten, die hier als Mutter fungieren, können die Stützrollen näher an die Seitenplatte gezogen bzw. von ihr weggedrückt und so die Vorspannung der Lippendichtung eingestellt werden.
    • Die seitlich eingebrachten Schauben in den kleinen Platten dienen nur der Fixierung der "Mutter" auf der "Schraube".
    • Die größeren PVC-Platten wurden aufgesetzt, um die Auflagefläche / Lagersitz der Achsen zu vergrößern.
    • Das querliegende Winkelprofil wurde als "Griff" montiert, um den Filte besser aus der Filterkammer heben zu können und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass das Gestell zusätzlich versteift wird.
    • Der obere PVC-Streifen ist eine Auflagefläche der Filterabdeckplatte.







    Blick auf Zu- und Ablaufseite
    • ...







    Detailansicht der Lippendichtung an der "Kreisringscheibe" (Zulaufseite)
    • ...







    Filter mit aufgezogenem Sieb / Revisionsklappe
    • Das Siebgewebe wird mittels aufgenähtem Klettband auf der Trommel befestigt.
    • Der Verschluß der Revisionsklappe besteht ebenfalls aus Klettband.
    • OK! Der Klettverschluß läßt bestimmt Partikel > 40µ durch - aber nur in der ersten Tagen. Danach sind die Kanten zugesetzt und nix geht mehr.
    • Beim Vernähen von Sieb und Klettband ist auf die Verwendung eines wasserfesten Fadens wie z.B. Polyesther (Gardinennähfaden) oder Polyamid (Angelschnur) zu achten. Mein erster Versuch ging gründlich daneben, da sich der Baumwollnähfaden nach ca. vier Wochen in Wohlgefallen aufgelöst hat und das Sieb von der Trommel abfiel :-(.
    • Die Revisionsklappe wurde ursprünglich nur dafür vorgesehen, um "ab und zu" mal nach dem Rechten zu sehen. Inzwischen öffne ich diese Klappe mindestens 2 x in der Woche, um dem eingesperrten "Viehzeug" einen Weg nach Draussen zu zeigen. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viel Leben in meinem Teich aufhält. Von den "dämlichen" Fröschen abgesehen, die sich wahrscheinlich jede Woche erneut aus Spaß mit in den Filter saugen lassen, starten nach dem Öffnen der Klappe im Sommer auch unzählige Köcherfliegen und Libellen in die Freiheit. Die Köcherfliegen- (den Anglern besser als "Sprock" bekannt) und Libellenlarven werden ebenfalls vorsichtig abgefischt und in den Bachlauf bzw. die Biokammer umgestzt. Ich bin weiß Gott kein "grüner Baumstreichler", aber in diesem Fall muß ich sagen, dass ich hier in den natürlichen Ablauf eingegriffen habe und versuche es an dieser Stelle zu korrigieren.







    Feinstschmutz auf dem Sieb
    • ...







    Blick in die geöffnete Trommel
    • So sieht es im Filter kurz vor einer Spülung aus.

    • Falls sich jemand fragt, warum die PVC-Platten so unterschiedlich in der Farbe sind, kann ich nur sagen: "Hab ich von einer befreundeten Firma und sie haben mich nix gekostet...".
    • Die Ausführung der Adheseal-Fugen lässt sicher jedem Fliesenleger und versierten Handwerker die Haare zu Berge stehen. Aber ich habe hier absichtlich sozusagen "mit dem Ellenbogen" verfugt, um max. Sicherheit / Dichtheit zu gewährleisten.
    • Der Antriebsmotor ist übrigens ein popeliger Scheibenwischermotor.
    • Gespült wird über Zeitschaltuhr. Spülintervall 40 min.
    • Spüldauer ca. 6 Sekunden.
    • Wasserdurchlass: 2 Aquamax 10.000. (geht auch mehr - dann kürzerer Spülintervall).
    • Noch Fragen? Dann Email an mich. Thomas.Quinger@quinger-gmbh.de
    • P.S. Wer es noch nicht bemerkt hat: Bei Mausklick auf ein Foto gibt's größere Bilder. Aber Vorsicht und Mahnung an unverbesserliche Modemuser. Die Bilder sind > 2 MB!
    Derzeitige Modifikation!! Stand: 10.09.09
    ·Die Platten sind jetzt 20 mm dick
    ·Der Mitnehmer wurde verstärkt und die Mitnehmerschraube ist aktuell M8, da es mir die M4 mehrfach abgeschert hat.
    ·Der Scheibenwischermotor ist geblieben, nur eine stärkere Version mit erhöhtem Anlaufdrehmoment wurde verbaut.
    ·Es sind nicht mehr 15 sondern nur noch 10 Düsen (mehr Druck / Düse)
    ·Das Düsenrohr ist jetzt 25mm anstelle 16 mm
    ·VA-Gewebe wurde durch Polyesthergewebe ersetzt, da das VA-Gewebe an Knickstellen brüchig wurde.
    ·Einlauf ist momentan Ø 200 mm
    ·Der Ablauf ist nun auch in 100 mm, da es immer Probleme mit Laub gab, welches nicht durch den 50er Schmutzablauf wollte…
    ·Die unteren Stützrollen haben jetzt auch einen Einstich wie die oberen

    Im Moment habe ich eine Linn02 mit ca. 50 m³ dran
    Geändert von WERNER (12.09.09 um 18:05 Uhr)
    Gruß
    Werner



    "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!!"


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