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Thema: Bau einer Innenhälterung

  1. #1
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    Standard Bau einer Innenhälterung

    Wie baue ich eine solche, und worauf ist zu achten??

    Gebe hier mal fiktive Daten ein. Sie sollte ca. 4000Ltr. fassen, also ca. die Maße 2,60x1,5x1,0Mtr. haben.
    Auf was sollte dabei geachtet werden, bzw. wie würdet ihr eine solche aufbauen. Holz oder Mauern.
    Nun legt mal los, möglich das hier eine recht ansehliche Bauanleitung für eine IH zustande kommt.
    Zeichnungen und Skizzen sind natürlich gerne gesehen.
    Gruß
    Werner



    "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!!"


    MeinDschungel

  2. #2
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    Standard

    Servus Werner,...

    finde ich ein tolles Thema,...

    gerade heute (Sonntag) kommt mein Mauerer zu mir und schaut sich meinen Keller an,...

    Zufälle gibt es,...


    Ich lese gespannt mit,...obwohl ich schon mein eigenes Konzept hätte werde ich wertvolle Tipps bestimmt umsetzen können,...

    Geplanter Wassereinlauf ist Anfang Dezember,...
    ______________________________
    Liebe Grüße
    Herbert

  3. #3
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    Hallo!

    Eine Indooranlage (IH) ist im Prinzip nichts anderes als ein Teich, wenn auch etwas kleiner ausgeführt, sollten sich auch (fast) alle Dinge/Teile, die auch im Teichbau zum Einsatz kommen verbaut werden, um den Koi einen erträglichen, ober besser- den best möglichen Lebensraum bieten zu können.
    Je größer eine IH gebaut werden kann, desto stabiler die Wasserwerte. Eine Minimal/Maximalgröße gibt es meiner Meinung nach hier nicht, das die Baugröße von vielen Faktoren abhängig ist, wie z.B.: Fischmenge, Größe der Fische, Menge, Fütterung, Filterung, Wasserwechsel, usw.,...
    WICHTIG: ein Koi sollte nie alleine gehältert werden!!

    *Aus welchen Materialien- gemauert oder Holzkonstruktion, Rahmenkostruktion aus Eisen, usw,... eine IH gebaut wird bleidt jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, dass dieser Bau den Wasserdruck stand hält. Bei Berührungen mit Aussenwänden oder Boden würde ich isolieren um nicht unnötig Wärme zu verlieren.

    *Heizung: hier ist größte Vorsicht geboten!
    Die Wassertemperatur sollte ca. 2 °C niedriger sein als die Raumtemperatur, da es sonst zur Wasserverdampfung kommt und man im nu eine Tropfsteinhöhle vorfindet,...Schimmel breitet sich aus. "Heizt" man das Wasser mit der Umgebungstemperatur, oder mit den vor Ort befindliche Heizkörper auf, wird man kaum Probleme haben.
    Eine Lüftungsmöglichkeit sollte immer gegeben sein, entweder ein Fenster zum öffnen/kippen, oder eine Rohrbelüftung, evtl. automatisch, etz.,...
    Möchte man das Wasser mit z.B. mit verlegter Fußbodenheizung im Beckenboden, Wärmetauscher oder Elektrisch aufheizen, MUSS eine Abdeckugng mit eingeplant werden (Verdampfung).

    * Auch bei der Wahl der Abdichtung sind keine Grenzen gesetzt. Ob GFK (Gestank), oder mit Epixydharz/Glasgelege, Folie, etz.,... verbaut wird ist immer eine Frage des Geldbeutels, bzw. Geschmackssache. Wichtig auch hier wäre- keine Gammelecken zu produzieren, oder Falten von Folien, in denen sogar kleinere Fische stecken bleiben könnten.

    * Bodenablauf und Skimmer sollten verbaut werden um a) den Kot vom Boden, und b) den Schmierfilm, Staub von der Wasseroberfläche absaugen zu können,...für mich ein absolutes Muss. Zugschieber Kugelhähne sollten auch eingeplant werden.

    *Die Verrohrung (Querschnitt der Rohre) sollte an den Umwälzraten angepasst werden, wie beim Teichbau auch.

    *Umwälzrate: sollte min. ca. 1x/Std angestrebt werden, da meist- wenn zwar noch nicht in der Planungsphase, evtl. Überbesatz einrechnen sollte (Reserven).

    *UVC: ist bei einer IH meiner Meinung nach nicht zwingend nötig, da meist ein wesentlich geringerer Lichteinfall vorherrscht als bei Teichen im freien, sich dadurch keine Schwebealgen bilden. Zur Entkeimung reichen die meist eingesetzten Lämpchen sowieso nicht aus.

    Filter: ob gepumpt, oder in Schwerkraft ausgeführt ist Geschmacks- oder besser Platzsache. Hat man genügend Platz würde ich einen Schwerkraftfilter immer bevorzugen, da mit stromsparenden Pumpen gearbeitet werden kann.

    *Grobfilter/Vorfilter: wenn man die Anlage vernünftig und/oder wartungsarm betreiben möchte würde ich auf eine Vorfilterung nicht verzichten.
    Bei ein paar kleine Fischies die man hältern möchte kann darauf auch darauf verzichtet werden, vorsorglich würde ich wenigstens den Platz dafür einplanen, um spätere Änderungen ausführen zu können.
    Es gibt auch IH, die Teichgrößen annehmen, da kommt man um eine vernünftige Vorfilter nicht rum.

    *Biologischer Filter: hier möchte ich etwas weiter ausholen...
    Wenn man die IH das ganze Jahr über durchlaufen lässt, spielt es keine Rolle welche Biofilter/Filtermedien eingesetzt weden, wichtig hiebei ist die Menge an Medien, die in der Lage ist die täglich zugeführte Futtermenge verarbeiten zu können.
    Hat man die Anlage nur in den Wintermonaten oder sporadisch am Laufen, sollte man einen Teil der Filtermedien vom Teich abzweigen können um sofort eingefahrenes Filtermaterial zur Verfügung zu haben.
    Bei z.B. Beadfiltern oder Hel-x liegt die Einlaufzeit bei ca. 4 bis 6 Monate... ein Kampf mit den Wasserwerten beginnt...

    *Frischwasserzulauf nach Wasserwechsel: würde ich automatisieren, da es vorkommen kann das man auf den aufgedrehten Schlauch, welcher die IH befüllt vergisst diesen rechtzeitig auszuschalten.
    Ein Schwimmerschalter z.B. von einer Klospülung schafft da Abhilfe,...diesen "Luxus" würde ich mir einfach gönnen, ein überfluteter Keller oder dgl. kommt meist teurer...

    *Belüftung: Ob mit Reinsauerstoff oder Belüfterpumpe bleibt dem Betreiber der Anlage überlassen, ausreichend ausgelegt sollte sie sein.

    *Ein Kanalanschluss für anfalende WW würde die Sache selbstverständlich abrunden, da dieser ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann.

    ...einstweilen fällt mir dazu nichts mehr ein, Ergänzungen, Kritik sind immer gerne gesehen...

    Gruß,
    Sepp

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